Zentralamerika (Honduras, El Salvator, Guatemala und Belize)

Wieder mal mit Mayo-Moto-Tours unter Führung von Matthias und Paul ging’s etwa 3.000 km mit 10% Anteil an Schotterpisten durch das nördliche Zentralamerika.

Nach dem Start in San Pedro Sula, Honduras [74] ging‘s Richtung Westen zu den Copan Ruins, einer UNESCO Weltkulturstätte mit Ruinen aus der Mayazeit während deren klassischen Periode zwischen 250 und 900 n.Chr.. An den höchsten Bergen (2.850 m) Honduras vorbei fuhren wir nach Gracias, wo wir die alte Festung besichtigten und in dem romantischen Bergstädtchen übernachteten. Ich hatte in Afrika schon viele sehr einfache Grenzübergänge gesehen, aber die An- und Abfahrt über die Grenze nach El Salvator [87] war dann doch durch eine extrem kurvige und schlecht gepflegte Piste gekennzeichnet, nur für den kleinen Grenzverkehr geeignet. Die Übernachtung am Pazifikstrand an der Playa el Cuco war demgegenüber komfortabel und touristisch.

Richtung Norden erreichten wir Tage später – nach der Grenze zu Guatemala [88] – Antigua, ebenfalls UNESCO Weltkulturerbe. Neben der sehenswerten Altstadt konnten wir dann auch einen der noch aktiven Vulkane beobachten, der täglich mehrfach Rauch ausstieß. Der nächste und ebenfalls touristische Wegpunkt war der Lago Atitlan. Von Panajachel aus machten wir eine Seetour mit dem Boot, um die kleinen Ortschaften mit den teils sehr bunten lokalen Märkten bewundern zu können.

Anschließend ging’s wieder in größere Höhen, wo wir in Chichicastenango in einem wunderschönen Hotel mit Innenhof im spanischem Stil übernachteten, um am nächsten Tag den bekanntesten Indiomarkt Guatemalas besuchen zu können. Die halbe Stadt war in einen Markt verwandelt, wo die kleinen Mayas, meist Frauen in bunten Gewändern, selbst angebaute oder hergestellte Produkte verkaufen. Eine sehr enge und bunte Angelegenheit.

Weiter zur landschaftlich schönsten Gegend Guatemalas fuhren wir vorbei an Flusstälern mit tropischer Vegetation Richtung Copan. Hierbei kamen wir an Bananenplantagen und Kaffeeanbau vorbei und nähernden uns dem Regenwald des Peten. In Sayaxche am Rio de la Passion hatten wir die schlimmste und lauteste Unterkunft, die uns nachts nicht schlafen ließ, weil der ständige Lärm der Fährverbindung – gekrönt morgens um 4 Uhr mit dem Lautsprecherwagen der Kirche – durch die nicht schließbaren Fenster drang. Die Unterkunft war alternativlos, weil es die einzige Chance war, die lokale Mayastätte El Ceibal zu besuchen, die das auch Wert war.

Die nächste Übernachtung im Nationalpark Tikal gab uns Schlaf zurück. Am folgenden Tag Besuch von Tikal, der ältesten und bedeutendsten antiken Maya Stadt, mitten im Dschungel des Peten. 8 km Fußmarsch und diverse Klettereien an den höchsten und steilsten Pyramiden waren aber auch anstrengend. Entspannung gabs dann wieder am Lago Peten Itza, wo wir direkt am See übernachten konnten.

Die weitere Fahrt zur Grenze nach Belize [89] ging zügig und auch die Grenzformalitäten waren weniger zeitraubend als befürchtet, weshalb wir schon recht zeitig die Unterkunft in San Ignacio erreichten, die für den nächsten Tag der Ausgangspunkt ins Reservat Pine Ridge und dem Besuch der entlegenen Mayastätte Caracol, der größten Mayastätte in Belize, war.

Zurück über die Grenze nach Guatemala fuhren wir gen Süden nach Rio Dulce, wo der Rio Dulce die Karibik mit dem Lago de Izabal verbindet. Dies ist für viele Jachtbesitzer der ideale Ort für das Wochenenddomizil mit Bootshaus, um auch mal in die Karibik hinauszufahren. Das nötige Kleingeld für diesen Luxus sollte man aber auch haben. Wir brachten kleines Geld auf, um eine einstündige Bootsrundfahrt mit Einblick in die Mangrovensümpfe und Blick auf das Castillo de San Felipe de Lara zu bekommen.

Weiter gen Süden gönnten wir uns eine Mittagspause am Karibikstrand bei Jehova Jireh Carnes y Mariscos, bevor wir auf Gehsteigen und in Baustellen stauumfahrend in den Moloch San Pedro Sula eintauchten, wo unsere Reise endete. Diese Tour – und vor allem Guatemala – hat mir ausgesprochen gut gefallen und ich fand sie deutlich interessanter, als die Tour in den Süden, nach Nicaragua und Costa Rica.