Um den unerträglichen Immigrationprozess bei dem Zwischenstopp in den USA zu umgehen, beschloss ich die Anreise zur zweiten Mittelamerikamotorradtour über Panama [86] nach San Pedro Sula vorzunehmen.
Ich hatte nur einen vollen Tag Zeit, weshalb ich beschloss, den Hop-On-Hop-Off Bus als Transportmittel zu nutzen, um alle wichtigen Punkte von Panama City zu erreichen. Der Start war nicht weit von meinem Hotel an der Uferpromenade entfernt am Urraco Park. Vorbei am Mi Pueblito, einem Freilichtmuseum zur Geschichte Panamas, ging’s Richtung Albrook Mall. Auf dem Weg dorthin …. Die Albrook Mall nam ich zum Ausgangspunkt meiner Wanderung in den Metropolitan Natural Park, der einzigartige Aussichtspunkte auf Panama City bitet und ein urbanes Wild- und Naturschutzgebiet darstellt. Zurück am Ausgangspunkt der Wanderung fuhr ich mit dem Bus weiter über mehrere Stationen zum Besucherzentrum an den Miraflores Schleusen. Das war dann schon sehr touristisch und überlaufen. Zudem konnte ich nachhaltig erkennen, warum in Panama den größte Regenwaldanteil außerhalb Brasilien hat: Es gab einen Wolkenbruch, der trotz der hastig verteilten Regenumhänge fast keinen Besucher trocken lies.
Es war sehr imposant anzusehen, wie ein wirklich großes Schiff (ein Autotransporter?) durch die Schleuse fuhr, wobei kleine Lokomotiven auf den Gleisen neben dem Kanal, das Schiff in Spur hielten. Bei der Weiterfahrt konnte man auch die umfangreichen Containerterminals sehen, wo nicht nur Schiffsladungen umgeschlagen werden, sondern auch die parallel zum Kanal laufenden Panama Canal Railway Verbindung von der Karibik zum Pazifik ihre Container umsetzt. Mit nassen Schuhen und nasser Hose gings dann weiter Richtung Süden zu Perico und Flamenco Island zurück Richtung Seafood Market. Von dort hatte ich es nicht weit zum Hotel und ich genoss noch etwas die Uferpromenade und die Sicht auf den Flugzeugträger USS Nimitz, der mit dem Arleigh-Burke-Zerstörer USS Gridley gerade von Panama City abfuhr.
